Wie kann man Dünger selber herstellen?

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Dünger ist gut für deine Pflanzen, sei es Zimmerpflanzen, Gemüse im Hochbeet oder spezielle Pflanzen, die besondere Pflege brauchen. Du brauchst dafürkeine teuren Produkte aus dem Baumarkt oder Gartencenter. Alles, was deine Pflanzen brauchen, findest du in deiner Küche, deinem Garten oder sogar auf einem Spaziergang. Mit ein bisschen Wissen und Experimentierfreude kannst du ihnengenau das geben, was nötig ist– und zwar auf ganz natürliche, nachhaltigeund oft sogar kostenlose Weise.

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Warum du überhaupt eigenen Dünger herstellen solltest

Kurz gesagt: Weil es genial einfach ist, Geld spart und deine Pflanzen es lieben. Wenn du schon länger gärtnerst – oder gerade erst anfängst – wirst du schnell merken, wie viel Power in selbstgemachtem Dünger steckt. Du weißt genau, was drin ist, reduzierst Müll und nutzt Ressourcen, die du ohnehin zu Hause hast. Außerdem macht es einfach Spaß, aus Küchenabfällen kleine Pflanzenwunder zu zaubern. Hier kommen ein paar Ideen, die du ausprobieren kannst:

Küchenabfälle als Dünger – mehr Power als du denkst

Viele Dinge, die du normalerweise wegwirfst, sind eigentlich perfekte Nährstofflieferanten. Deine Küche ist eine wahre Schatzkammer.

Bananenschalen: Kalium pur

Bananenschalen liefern deinen Pflanzen Kalium, das sie für starke Wurzeln und schöne Blüten brauchen. Du kannst sie:

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  • Trocknen und pulverisieren
  • In Wasser einlegen und als Flüssigdünger nutzen
  • Klein schneiden und direkt in die Erde einarbeiten

Kaliumreiche Dünger wie dieser eignen sich besonders für Rosen, Tomaten und Zimmerpflanzen wie Monsteras.

Kaffeesatz: der Klassiker

Kaffeesatz ist ein natürlicher Booster für Pflanzen, die leicht saure Böden mögen, z. B. Hortensien, Heidelbeeren oder Rhododendren. Er enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor; also alles, was Pflanzen für Wachstum und Blattbildung brauchen. Achte darauf, den Kaffeesatz vorher trocknen zu lassen, damit er nicht schimmelt.

Eierschalen: Calcium für starke Zellwände

Eierschalen bestehen fast komplett aus Calciumcarbonat. Zermahle sie zu feinem Pulver und mische sie unter die Erde. Besonders Tomaten und Paprika profitieren davon, weil sie anfällig für Calcium-Mangel sind.

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Lese-Tipp: Wie lassen sich Eierschalen verwerten?

Flüssigdünger selber machen: Schnell, effektiv und vielseitig

Flüssigdünger ist super praktisch, weil die Nährstoffe sofort verfügbar sind. Du kannst ihn aus verschiedenen Materialien herstellen.

Brennnesseljauche: Der Turbo für dein Gemüse

Brennnesseljauche ist ein absoluter Klassiker im Garten. Sie liefert viel Stickstoff und regt das Wachstum an.

So geht’s:

  1. Brennnesseln sammeln (am besten junge Triebe)
  2. In einen Eimer geben und mit Wasser bedecken
  3. 1 bis 2 Wochen stehen lassen und täglich umrühren
  4. Vor der Anwendung 1:10 verdünnen

Der Geruch ist… sagen wir mal „intensiv“. Aber deine Pflanzen werden es dir danken.

Komposttee: Die sanfte Alternative

Komposttee ist milder als Brennnesseljauche und ideal für empfindliche Pflanzen oder Zimmerpflanzen.

Du brauchst:

  • Eine Handvoll reifen Kompost
  • Einen Eimer Wasser
  • 24 Stunden Geduld

Danach abseihen und deine Pflanzen damit gießen.

Fester Dünger aus Gartenabfällen – nachhaltig und nährstoffreich

Kompost: Das Gold des Gartens

Kompost ist der König unter den natürlichen Düngern. Er verbessert die Bodenstruktur, liefert Nährstoffe und fördert das Bodenleben.

Du kannst kompostieren:

  • Obst- und Gemüsereste
  • Kaffeesatz
  • Eierschalen
  • Laub
  • Rasenschnitt
  • Zerkleinerte Zweige

Nicht kompostieren solltest du:

  • Gekochte Speisereste
  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Kranke Pflanzen

Weitere Infos findest du in diesem Beitrag: Komposthaufen anlegen – So geht´s

Bokashi: Fermentierter Dünger für kleine Räume

Bokashi ist perfekt, wenn du keinen Garten hast. In einem speziellen, luftdichten Eimer fermentierst du Küchenabfälle mithilfe von Mikroorganismen. Nach zwei Wochen entsteht auf diese Weise ein nährstoffreicher Dünger, den du in Erde einarbeiten kannst.

Spezialdünger für bestimmte Pflanzen

Tomaten

Tomaten brauchen viel Kalium und Calcium. Perfekt geeignet:

  • Bananenschalenwasser
  • Eierschalenpulver
  • Brennnesseljauche

Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen mögen es eher mild. Ideal sind:

  • Komposttee
  • Verdünnter Kaffeesatz
  • Bananenschalenpulver in kleinen Mengen

Rosen

Rosen lieben Kalium und Phosphor. Bananenschalen sind hier ein echter Geheimtipp.

Die wichtigsten Nährstoffe – und wie du sie natürlich lieferst

Damit du weißt, was du deinen Pflanzen eigentlich gibst, hier die Basics:

  • Stickstoff (N) – für Blattwachstum Quellen: Kaffeesatz, Brennnesseljauche
  • Phosphor (P) – für Wurzeln und Blüten Quellen: Kompost, Bananenschalen
  • Kalium (K) – für Blüten, Früchte und Widerstandskraft Quellen: Bananenschalen, Holzasche
  • Calcium – für Zellstruktur Quellen: Eierschalen
  • Magnesium – für Photosynthese Quellen: Bittersalz (nicht selbstgemacht, aber natürlich)

Sicherheit und Dosierung: Weniger ist oft mehr

Auch natürlicher Dünger kann überdosiert werden. Ein paar Regeln:

  • Flüssigdünger immer verdünnen
  • Nicht bei direkter Sonne düngen
  • Zimmerpflanzen im Winter weniger düngen
  • Neue Mischungen erst an einer Pflanze testen

Warum selbstgemachter Dünger gut für die Umwelt ist

Selbst gemachter Dünger ist nicht nur gut für deine grünen Mitbewohner. Du reduzierst Müll, sparst CO₂, vermeidest chemische Zusätze und unterstützt das Bodenleben. Kurz: Du tust etwas Gutes – für deine Pflanzen und für die Welt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Hier findest du noch weitere spannende Tipps:
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